Wiesbaden/Offenbach. Anlässlich der Verlautbarungen der hessischen FDP-Fraktion und des Offenbacher Oberbürgermeisters und Kulturdezernenten Felix Schwenke, stellten die beiden Hessischen Staatsminister Stefan Grüttner und Boris Rhein klar:
„Wir sind schon lange dabei, uns um das Ledermuseum Offenbach zu kümmern und diesem zu helfen, sich zukunftsfest aufzustellen. Der zuständige Kulturdezernent Schwenke bleibt hingegen Konzepte schuldig.“ Grüttner ergänzte, er stehe in kontinuierlichem Austausch mit der Direktorin des Museums Inez Florschütz.
„Wir kennen den Aufwand und den Stellenwert des Museums, deshalb bringen wir uns als Land ein“, so der Sozialminister. Rhein betonte: „Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach erhält in 2018/19 eine jährliche institutionelle Förderung des Landes in Höhe von 220.000 Euro. Und natürlich haben wir auch in den Jahren zuvor institutionell gefördert. Mit dieser finanziellen Unterstützung helfen wir, dass die außergewöhnliche Geschichte Offenbachs als ‚Lederhauptstadt‘ auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt und das Deutsche Ledermuseum weiterhin regional, deutschlandweit und international sein Alleinstellungsmerkmal als Anlaufstelle für Besucher, Forscher und Fachkollegen behält.“ Das Deutsche Ledermuseum fit für die Zukunft zu machen, sei auch „klares Ziel“ der Förderung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Daher habe das HMWK das Deutsche Ledermuseum bei der Neuausrichtung des Neukonzepts in seinem Jubiläumsjahr 2017 einmalig mit insgesamt 370.000 Euro unterstützt. Davon wurden 70.000 Euro für zwei halbe wissenschaftliche Stellen bereitgestellt, hinzu kamen 20.000 Euro Sachmittel. Zusätzlich zur institutionellen Förderung in Höhe von 220.000 Euro im Jahre 2017 wurden im selben Jahr für die Anfertigung einer Machbarkeitsstudie 60.000 Euro bewilligt. Die Machbarkeitsstudie soll bauliche und inhaltliche Optimierungen am DLM untersuchen. Dies ist ein wichtiger Baustein und eine grundlegende Voraussetzung für die zukünftige Aufstellung des Hauses. Über diesen Prozess beraten Frau Dr. Florschütz und Minister Rhein in einem engen und intensiven Austausch.
Grüttner und Rhein stellten abschließend klar, dass das DLM für die durchsichtigen Wahlkampfmanöver der FDP zu schade sei und sich die Frage stelle, wo das Engagement der FDP für das Museum in den letzten Jahren, auch in denen, in denen die FDP Regierungsverantwortung im Land getragen habe, gewesen sei. Die Hessische Landesregierung brauche „keine Nachhilfe“, „weil wir unsere Hausaufgaben gemacht haben und längst dabei sind, nach Wegen für das Museum zu suchen.“

Esther Walter
Pressesprecherin und
Leiterin des Referates Öffentlichkeitsarbeit

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